Mittwoch, 13.09.2017

¿Hablas español?

Mit der Sprache komme ich relativ gut voran. Den ersten Monat habe ich größtenteils gebraucht, um alles, was ich schon einmal wusste, wieder aufzufrischen. Ich lese viel und lerne regelmäßig Vokabeln, was auch wichtig ist. Im Spanischen ist die Grammatik gar nicht so schwer, was viel komplizierter ist, sind die vielen Wörter, die tausend Bedeutungen auf einmal haben. Ein Beispiel ist Papa: das kann Vater, Kartoffel und Papst heißen. Apropo, Papst Franciscus ist gerade in Kolumbien, worüber alle total begeistert sind, nicht zuletzt, weil er der erste "Papa Latino", wie er hier auch genannt wird, ist. Sein Besuch wird den ganzen Tag im Fernsehen live gesendet, erst aus Bogotá, jetzt aus Medellí­n. Natürlich gibt es auch Tassen und T-Shirts. Aber zurück zu meinen Spanischkenntnissen. Ich verstehe deutlich mehr als ich sprechen kann, dem Unterricht zu folgen, ist aber noch sehr schwer, gerade in Fächern wie Philosophie oder Chemie ist es beinahe unmöglich. Ab nächster Woche gehe ich zwischendurch in die Spanisch Klasse von jüngeren Jahrgängen, was mir hoffentlich hilft. Wenn meine Freunde sich schnell untereinander unterhalten, verstehe ich auch kaum etwas, nimmt sich aber jemand die Zeit langsam mit mir zu reden, dann kann ich auch antworten. Das einzige Problem ist, dass in der Schule alle immer automatisch mit mir auf Englisch reden, was zwar lieb gemeint ist, mir aber nicht hilft. Ich sage dann immer: "En español, por favor!"